Der richtige Umgang mit der Batterie kann die Lebensdauer wesentlich verlängern!!
Das klingt jetzt etwas nach Benutzerhandbuch, trifft aber auf wenige Teile so sehr zu, wie auf die Batterie.
Speziell in der kalten Jahreszeit, wenn das Motorrad nur in der Gegend herumsteht, ist es ratsam, immer wieder einmal die Batterie an ein Ladegerät zu hängen. Dies dient dazu, ein Ausfallen der gelösten Salze zu verhindern, was sonst zu einem Kurzschluß unter den Platten und damit zur Vernichtung der Batterie führen kann.
Um ein Entleeren der Batterie beim Herumstehen zu verhindern, ist darauf zu achten, daß die Pole mit ausreichend Polfett eingeschmiert sind. So kann durch feuchten Schmutz kein Kriechstrom den wertvollen Saft abzapfen.
Beim Laden gilt die Faustregel: Batterieladestrom = 1/10 der Kapazität. Bei einer 4 Amperestundenbatterie in etwa 400 mA in ca 10 Stunden. Das ist eine grobe Faustformel. 3.8A eff kommt mir sehr hoch vor. Die richtige Ladezeit und den richtigen Ladestrom kann dir der Batteriehändler sagen.
Aufzupassen ist bei wartungsfreien Batterien. Ladest du sie mit zu hohen Strom fangen sie zum Gasen an. Sie verlieren Wasser und sind daher schneller kaputt. Durch die Gasbildung ist auch eine erhöhte Explosionsgefahr gegeben.
Bei Batterien, die an der Oberseite noch Löcher zum Nachfüllen von Säure bzw. Wasser haben, muß (wie bei wartungsfreien Batterien auch) immer wieder einmal der Flüssigkeitsstand in den Zellen kontrolliert werden. Ist dieser zu niedrig, muß mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden.
Es ist im Allgemeinen nicht notwendig extra Batteriesäure zu erstehen, da ja nur das Wasser verdampft / verdunstet, nicht aber die gelösten Salze. Bei wartungsfreien Batterien hilft nur mehr das Austauschen der Batterie.
Wie erkennt man nun auf die Schnelle, ob eine defekte Batterie am Widerwillen beim Starten des Motorrades schuld ist?
Hierzu reicht im Allgemeinen ein einfaches Multimeter mit dem man Gleichstromspannungen messen kann. Folgende Spannungen sind als Richtwerte zu verstehen, treffen aber vermutlich bei 99% der Motorräder ins Schwarze. Die Spannung wird dabei direkt an den Polklemmen abgenommen. Wird ein negativer Wert angezeigt, dann ist nix kaputt, man muß nur die "Fühler" der beiden Pole tauschen ;-)
- > 13 V: bei laufendem Motor und etwas erhöhter Drehzahl (ca. 30% der Drehzahl wo der rote Bereich anfängt). Sollte der Wert dramatisch darunter liegen, wird die Batterie nicht geladen und der Fehler ist bei der Lichtmaschine oder dem Laderegler zu suchen.
- 11,5 - 12 V: beträgt die Spannung der Batterie, wenn kein Verbraucher Strom abnimmt und sie nicht geladen wird.
- ca. 7 - 11 V: zeigt das Multimeter während des Startvorganges an. Ist der Wert hier unter sieben Volt, werden sich die meisten Motorräder schon etwas schwer tun beim Startvorgang. Eine Batterie die wirklich und endgültig hinüber ist hat beim Starten einen Spannungsbfall auf bis zu unter einem Volt! Hier hilft dann nichts anderes mehr, als die Batterie zu tauschen.
So, dann also viel Spaß beim Batteriepflegen, auf daß sie länger als eine Saison halte ;-)
ciao, alex.