8. afm-GT 2006 - Mein GT-Kurzbericht
Aus afm kopierter Bericht von Robert Riesenberger.
Hoi!
Nachdem hier so schön der Reihe nach Berichte verfasst werden, tippe ich
schnell mal eben heimgekommen und teeschlürfend die mir noch erinnerlichen
Highlights der afm-GT 2006 in die Tastatur.
Wie viele schon schruben, war die Wettervorhersage eher nicht sooo toll und
darum beschlossen viele Weicheier, an der immer wieder geilen afm-GT dieses
Jahr nicht teil zu nehmen. Auch soll es Leute geben, die befürchteten
aufgrund des um ein oder zwei Cent gestiegene Benzinpreises in den
Privatkonkurs zu rutschen und deshalb daheim blieben. Was natürlich bei den
rund eineinhalb benötigten Tankfüllungen eines Durchschnittsmotorrades sicher
für jedermann verständiche Existenzängste hervorrufen kann. Wie auch immer.
Zwar hatte ich aufgrund der alten Pilot Race H2 auch so meine Bedenken, als
ich in der Früh die nasse Strasse gesehen hab, vor allem in Verbindung mit
der doch eher tiefen Aussentemperatur von rd. +4°C, aber schon alleine, weil
ich im Vorfeld ziemlich weit die Goschn aufgerissen hab, musste ich dann doch
zumindest zum ersten Treffpunkt fahren und hoffen, dass von dort viele
abbrechen und heimfahren.:-) Naa, ich hab mich natürlich schon auf die GT
gefreut, obwohl sie mir trocken beginnend lieber gewesen wär.
Na jedenfalls -wie jedes Jahr- zu spät aufgestanden und bei einem
Kurztelefonat mit Willy mein Kommen zum Treffpunkt Mci Triester angekündigt.
Ich eiere und rutsche vom 22. Bez. über die Tangente zum Verteilerkreis, wo
ich bei der Kreuzung Raxstrasse/Triester schon ziemlich erschöpft und leicht
entmutigt ob der Rutscherei in Poleposition bei rot zum Linksabbiegen neben
einem Daewoo Matiz oder sowas stehen bleib. Es kommt, wie es kommen musste:
<Auto rollt vor, schaut mein Motorrad an, /me schaut rüber>
Ich warte auf eine Meldung wie "is net zkoit zum Motorradlfoahn" aber nix.
<Autofahrer lässt Fenster runter, und spricht mich mit grossen Augen an>
"Wievü Pe-eS hot denn des Motorradl?"
"Laut Zulassungsschein 142PS"
"Bist du deppat!" <staunt>
"Und wie schnö foaht des?"
"I glaub, sie soll so an die 280 gehen, aber genau weiss ichs nicht."
"Bist du deppat, nau oag!" <staunt>
"Wie schnö bist denn scho damit gfoahn?"
"Naujo, so um de 260 scho."
"Oida, owa net laung, oda? Weu do wiad de Autobauhn jo soooo *zeig* schmoi,
gö?"
"Ah, des geht scho a Zeitl, owa stimmt, ma glaubt, de Fahrbahn wird vü
schmäler"
"A Waunsinn." <staunt>
/me grinst lässig rüber, legt den Einser ein zupft einmal leicht am Gas und es
wird grün. Der Dosist biegt ab und bevor ich meinen Linksabbiegevorgang
beendet hab, ist er bei der nächsten Kreuzung zur Wienerbergstr. auch schon
rechts abgebogen und weg wie ein Schas im Wald. Iiiirgendwie ein bissl
peinlich, so im Nachhinein.
Tanken, begrüssen, labern, Abfahrt.
Streckenbeschreibung gabs ja schon zuhauf, jedenfalls bei Mayerling runter vom
Bandl, der Himmel in Fahrtrichtung schaut wirklich sehr ermutigend aus. Ab
diesem Zeitpunkt war mir klar, es war gut, doch mitgefahren zu sein.
Beim Bahnübergang vorm Hals dann auf Roland Eder gewartet, welcher auch
pünktlich eintrifft und nach einer kurzen Aufwärmpause eben über den leider
noch recht nassen Hals rüber Richtung Gutenstein. Roland empfindet unser
aufgrund der nassen Strasse etwas verhalteneres Tempo offensichtlich als zu
langsam und überholt irgendwann den Franz, der bis dahin die Pace machte.
Wers braucht... Ich schau mir das lieber aus sicherer Entfernung von hinten
an und werde am Ende des Halses beim Bankomaten stehen bleiben, wo mir
Ka(r)ner Gesellschaft leistet. Die Partie fährt weiter. Allen voran Willy,
der Raser.
Vor der Auffahrt zum Rohrer Sattel sind wir dann zu dritt (Karner, Eder, /me)
und cruisen aufgrund des 70ers für Einspurige dort recht verhalten rauf ohne
aber in den Kurven nach innen umzufallen. Im kurvigeren Geläuf dann dreh ich
etwas mehr am Quirl um eventuell unserer Gruppe wieder etwas näher zu kommen,
was sich aber im Nachhinein als entbehrlich herausstellen wird. Denn in der
Poserlinkskehre springt mir ein Gendarm (ich dachte, die gibts nimmer) auf
die Fahrbahn und deutet mir irgendwie unsicher. Ich wars ebenfalls und bieg
halt gesetzestreu wie ich bin auf den Parkplatz ein, wo schon viele bekannte
Gesichter und Motorräder zu sehen sind. Ich erschrecke noch kurz, weil hinter
mir ein Quietschen zu vernehmen war, was sich als lässiger Verbremser vom
Draufpicker-Roland herausgestellt hat. Naja, eh nix passiert.
Neben den bekannten Gesichtern und Motorrädern erblickt mein Auge auch noch
zwei Streifenwägen und einen komischen Bus. Und ein paar Happln mit der
Jacken-Aufschrift "Technische Kontrolle" krebsen herum. Na superleiwand, die
hamma braucht. :-(
Irgendwann dann kommt einer der Uniformierten auch zu mir und verlangt Führer-
und Zulassungsschein und mit einem hämischen Grinsen auch eine Antwort auf
"Homs eigentlich scho es Profü vo ihnan Vuadarafm gsehn?" Na super. Nicht
nur, dass der Race H2 neu schon für einen Nichtauskenner aussieht wie ein
Slick, ist er auch gebraucht und eben recht abgefahren. Ich bin aber der
Meinung, er passt noch, und das teile ich dem Organ auch mit.
"Na, des soi ana von da technischn Kontrolle beurteilen." Da ich eh nix mehr
dagegen tun kann, sag ich freundlich "gern" drauf und warte weiter. Nachdem
der eine Kieberer dem Technikerfuzzi schon dreimal beschwörerisch den
Zaubersatz "Die Suzuki, schau, die Suzuki" vorgeflüstert hat, bin nun
_endlich_ ich an der Reihe.
:-)
:-)
Es kriechen die Techniker auf allen Vieren vor dem Gixxer herum, kontrollieren
auf jedem Rückstrahler und Lampe die e-Nummer, alle Beleuchtungseinrichtungen
werden überprüft, ebenso wie meine Hupe. Die macht normalerweise so richtig
MÖÖÖÖÖP, nur diesmal natürlich kommt grad mal ein schüchterne möpp raus.
<Gelächter> Immerhin. Dann wirds ernst. Während sich der Techniker erneut vor
dem Gixxer niederkniet erkläre ich ihm die Sache mit der Lebensdauer von
Strassensportreifen auf starken Motorrädern, was er mit einem lapidaren
"hamma gleich" kontert und die Profiltiefenlehre rauszieht. "Nau, do homs owa
a Glick. Ganz genau 1,6mm" Das hör ich mehrmals, nachdem ihm der Uniformierte
auch den hinteren Reifen schmackhaft machen will. Irgendwann kommt dann die
etwas überraschende Frage eines Polizisten "Sogns, is de scho amol glegen?"
*gacker* Die Bremsbeläge seien schon ziemlich abgenutzt. "Ja, weiss ich. Aber
schauns, dafür sind die Bremsscheiben neu! *wackel* :-)
Ich darf auch noch CO messen lassen und blablablubb alles ist in Ordnung. Ich
bekomme das sogar schriftlich! Irgendwann gehts dann wieder weiter den Rohrer
Sattel rüber bis zur Kalten Kuchl. Dort genehmigen wir uns einen Kaffee und
teilweise Kleinigkeiten zum Essen und danach gehts direkt weiter zum
Annaberg, wo die Eier schon auf uns warten.
Chris fährt wie üblich den Annaberg auf- und ab, was dann auch der mit dem
Auto hinzugekommene Burschi macht. Versuche Schneemänner zu bauen werden
aufgrund des sehr matschigen, schon wieder auftauenden Neuschnees erfolglos
aufgegeben und nach dem üblichen Essen und Getratsche im Gasthof zur Post
fährt der Chris wiedermal auf und ab. Einmal probier ichs auch, der Burschi
fährt mit Beifahrer David hinterher, was mir aber aufgrund der doch teilweise
sehr nassen Fahrbahn nicht wirklich Spass macht.
Wir brechen dann langsam Richtung Mariazell auf. Gemütlich cruisend ohne
besondere Vorkommnisse recht lässig bis zur Tankstelle, wo dann die
Verabschiedung der ST-Sektion mit dem festen Vorhaben, dieses Jahr doch mal
wieder miteinander auszufahren durchgeführt wurde. Die W-ler fahren nun via
Halltal (geil) und Gschaid über St. Ägyd zum Ochsattel, wo dann der Chris und
ich einmal ein wenig mehr Gas geben. Burschi direkt hinter uns gibt sichs mit
dem Impreza, was zwar recht lässig aussehen muss, aber für uns Kradler vorne
(wenngleich meinerseits Vertrauen in seine Fahrkünste vorhanden ist) doch ein
wenig ungewohnt und stellenweise etwas mulmig ist, weswegen dann auch
stellenweise _etwas_ Tempo rausgenommen wurde, damit auch für uns noch
Reserven bleiben. Unten bei der KK angekommen, muss ich den Chris nicht lange
bitten, doch noch einnmal mit mir auf- und abzufahren, was auch echt lässig
ist. Schliesslich ist das heute die erste Gelegenheit auch etwas anzudrücken.
Chris fährt einen angenehm sauberen Strich und es macht durchaus Laune,
hinterher zu fahren. Dann wird gewechselt. Schön im Paarlauf wird am Oxinger
hergebrannt, wenngleich es zum Glück dort recht wenig Verkehr gibt. Endlich
wird der Reifen auch mal warm. :-)
Noch schnell einen Kaffee in der KK. David Hopfmüller fragt -wirklich
todernst- den alten Kellner "hams auch an Topfenstrudel?" worauf dieser mit
einem breiten, zahnlosen Grinser antwortet "Wievü Meter hättns denn gern?"
Schallendes Gelächter tut sich auf, schon alleine aus dem Grund, weil David
_ganz_ genau unter der Tafel mit der Aufschrift "Warmer Topfenstrudel"
*g*
sitzt. *LOL* DAS war wirklich ein absolutes Highlight.
Wir fahren dann schön langsam weiter, via Rohr im Gebirge im Wissen, dass uns
heute der Prüfbus sicher nimmer blüht über den Rohrer Sattel nach Gutenstein,
wo ich dann etwas von dem unpackbar sauteuren Nobelsprudel aka Super 95 in
den Tank fülle. Willy und ich machen uns aus, dass wir am Beginn des Halses
mal Motorrad tauschen, damit ich den Chris ein bisserl filmen kann. Ausserdem
würd ich eigentlich gerne mal wieder Ducati fahren. :-)
Was soll ich sagen. Eine Katastrophe. Ich Depp sag noch dem Chris, er soll
halt auf den Abstand achten, und net allzusehr Gas geben, aber er meint, er
müsse im cruising-mode über den Hals schleichen. Und ich mit der absolut
ungewohnten, brettlharten, mit stumpfen Bremsen versehenen, fremden Duc
hinterher. Ich finde keinen Gang. Irgendwie hab ich das anders in Erinnerung.
Lustig ist es aber trotzdem, aber ein zwei mal hätten wir das noch abfahren
müssen. Zumindest bin ich dem Elefanten übern Schädl gefahren und Willy freut
sich schon extremst auf eine Zurücktauschung der Fahrzeuge. Mein Gixxer liegt
ihm sichtlich _garnicht_. Zwei unterschiedliche Welten halt. Nach dem Umstieg
beim Wegfahren hätt ich mich gleich mal ordentlich eingebaut, weil ich wie
bei der Duc voll am Quirl gedreht hab, und bei der ersten Kurve war ich
natürlich gleich mal um ein _ordentliches_ Eckerl schnell als mit dem
Kopferl. Aber kein Problem.
Beim üblichen Stop beim Landesjugendheim dann die Verabschiedung und wir sind
getrennter Wege gefahren.
Burschi und /me sind via Weinstrasse (teilweise mitm Schreiner-Bertl) und
Dosenbahn testhalber auf die S1 in den 22.
Kurz: Eine absolut geile afm-GT wiedermal.
|