10. afm-Jubilaeums-GT 2008




Aus afm kopierter Bericht von Chris Karner.


Da kann ich mich natürlich auch nicht schrauben...

Mittwoch, 30. April: beim Öamtc noch den Versicherungswisch für die BMW besorgen und dann ab zur Zulassungsstelle das gelbe Papier ausstellen lassen. Wechselkennzeichen, ist doch ganz einfach. Alles erledigt, die GT kann kommen. Haha.

Donnerstag, 1. Mai. Strahlend schöner Morgen, aber wo ist die verflixte Regenkombi. Oje, langsam wird's knapp. Also ab die Post und mit der Fazer zur Triester. Tja, die afmler werden offensichtlich immer älter, die afm-Viertelstunde ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Muß wohl die senile Bettflucht sein, dass da alle so pünktlich sind. Die Meute zieht grad raus aus der Tankstelle, also gleich weiter und bei der nächsten Ampel abfangen. Fast alle sind noch im Morgentaumel, aber Smartie kann ich noch darüber informieren, daß ich auf der Autobahn nach Baden fahr zum Moppedwechsel und mich dann Treffpunkt Hals wieder dazugeselle. Smartie? Mir dämmert es nachher, dass das entweder nicht Smartie war, oder er hat die Verkleidungsteile von der Gran Ssangyong abgeschraubt und auf eine TDM draufgepickt, weil das Ding unter seinem Hintern fährt ja! Die Welt steht auch nimmer lang...

Auf der Autobahn gibt's gleich die erste Dusche, super, endlich die Viecher von der letzten Abfahrt weggewaschen. In Baden geht's ruckzuck wie bei einem echten Boxenstopp, Fazer abstellen, die F rausrollen, Kennzeichen wechseln. Depperter Halter, ich krieg die Tafel nicht raus! Wenn Gewalt nicht hilft, hilft nur noch mehr Gewalt, also Schraubenzieher *hebel* *zwäng* tataaa! Wie ich das Taferl in der Hand halte, fällt mir auf, das das jetzt ärgere Eselsohren hat als das Playboy-Heftl beim ersten Schulskikurs. Ist das aus Alufolie?

Egal, jetzt steht einem Le Mans Start nichts mehr im Weg. Haha.

*schlüsseldreh*
*knopfdrück*
*klickklick*

Nix. Aber auch gar nix. Naaaa bitte. Nach kurzem Aggressionsschub also Handy gezückt und Franz angerufen. Er bietet gleich Hilfe an, als ich resignieren und gleich wieder mit der Fazer nach Wien fahren will und fährt vom Pausenstopp beim Hals retour nach Baden. Gleich nach dem Telefonat dämmert mir, das man das neumodische Zeugs wegen der Elektronik vielleicht nicht mal mehr anrennen kann, also Öamtc aktiviert, die freundlichste Stimme seit Chris Lohner meint: innerhalb einer Stunde wird wer vorbeischauen. Yippie yeah.

Franz schlägt in Baden auf, kaum 3 Minuten später fährt auch das gagerlgelbe Servicefahrzeug vor, cool! Tja, wo ist die Batterie? Erster Tipp: unter der Sitzbank. *mööp* Da dämmerts mir, der Tank ist ja nur Attrappe, also 47 Torxschrauben rausgedreht und da ist sie ja wirklich. Klemmen dran, knopfdrück, *spotzspotz* *bruuuummm*. Chris ist happy :-)

Alles wieder draufgeschraubt, na dann kann's ja losgehen, einfach 100-150km am Stück fahren und die Batterie ist wieder ausreichend aufgeladen. Die Tankanzeige hat aber was dagegen, ist ja kein Problem, die Shell ist nur paar hundert Meter entfernt. Haha. Der Tankdeckel geht natürlich nur mit Schlüssel auf. Das Motorrad läuft aber ohne Schlüssel nicht.

Der freundliche Herr vom Öamtc erklärt sich bereit, uns zur Tanke zu begleiten, nur so zur Sicherheit. Bei der Tanke also Motor abgestellt, Tankdeckel auf, Sprudel rein, Tankdeckel zu, Schlüssel rein, Knopfdruck.

*klickklick*
Nix.
Uaaaaaaahhhhhh...

Jetzt wissen wir ja schon wie's geht, 47 Torxschrauben raus, aufmachen, anklemmen, starten, zumachen, 47 Torxschrauben reindrehen und los! Hoppla, die Sitzbank muß ja auch noch drauf. Super natürlich, dass sie vorne nicht einklinkt, aber hinten die Verriegelung schon zuschnappt. Haha. Wie kriegt man die wackelnde, nicht richtig arretierte Sitzbank runter? Richtig! Mit dem Schlüssel. Ein drittesmal muß das Spiel aber echt nicht sein, also GAAAAS! Im ersten Kreisverkehr gleich mal ein ordentlicher Rutscher am Hinterrad und beim Dreh am Gasgriff ein schwarzer Strich am Asphalt. Bei 85 PS? Ja, nur 85 PS aber auch um ein Drittel zuwenig Druck in den Reifen. *heul* Schnell noch aufgepumpt, jetzt aber wirklich los. In etwas zügigerem Tempo, aber noch recht vorsichtig (ich trau den Reifen noch nicht) also Hals (Grip), Klostertaler (Grip), Höllental (*rutsch*), Rauchpause, Preiner Gscheid (Grip), Mürzsteg, afm Haufen eingeholt. Die johlende Meute ist grad bei der Tanke, soviel Finger zeigen und lachende Leute hab ich seit meinem Blitzstart mit der seligen CB500 samt angebrachtem Bremsscheibenschloß (*start* *GAAAS*, *klonk* *Ade Nachwuchs*) nicht mehr erlebt.

Ich laß natürlich den Motor laufen, damit kein Malheur passiert, da schnellt auf einmal zielsicher ein Hand hervor und dreht den Zündschlüssel rum. *explodier* Ich seh kurz rot wie durch Willys Pinlock und fahr die arme Kathi an, die die Vorgeschichte anscheinend nicht mitgekriegt hat. Nach der sofortigen Wiederbelebung (der BMW) also wieder einmal GAAAS!, ich geh jetzt kein Risiko ein und brenn einfach durch, Niederalpl rauf, runter -> Aschbach -> Niederalpl zurück (die afmler kommen mir entgegen, na servas, die zischen aber vorbei), Niederalpl drüber und endlich nach Aschbach Essen fassen.

Beim Rest drück ich jetzt auf Fast Forward, die wichtigsten Eindrücke der GT sind wieder einmal (zum Glück!) bissl fahren, viel quatschen, essen, kaffeetrinken, einfach Leute wiedertreffen und Spaß haben. Ich bin froh, daß ich (auch dank Franz' moralischer Unterstützung) am Anfang nicht gleich aufgegeben habe und mit von der Partie war :-)

Chris

Nachsatz:
die BMW ist echt ein unkompliziertes Motorradl, ich werd sie behalten und in Zukunft den Luxus einer guten Ausrede haben, wenn ich zu langsam bin: unter hundert PS!



zur 10. afm-Jubilaeums-GT 2008